Kapitalflussdaten im Juni

Die jüngst veröffentlichten Kapitalflussdaten für Juni bieten eine Reihe von interessanten Einblicken in die internationalen Kapitalströme. Während wir noch auf die am Freitag anstehende Veröffentlichung der aggregierten Daten aus der Eurozone warten, liegen die Zahlen aus den USA, Japan, Deutschland und Frankreich bereits vor. So deuten die US-amerikanischen Tic-Daten mit einem Plus von 32 Mrd. USD auf eine weiterhin starke Nachfrage seitens ausländischer Investoren nach US-Treasuries hin. Angesichts der anhaltend hohen Risikoaversion im Juni überrascht jedoch, dass diese geringer waren als im Mai. Ebenfalls überrascht, dass es sowohl in Deutschland (-12 Mrd. EUR) als auch in Frankreich zu Netto-Abflüssen aus den jeweiligen Rentenmärkten kam. Beide Länder genießen inmitten des europäischen Chaos den Status eines „Sicheren Hafens“. Japan konnte zwar insgesamt eine positive Nachfrage nach japanischen Anleihen verzeichnen, der Zufluss war jedoch nur gering (+18 Mrd. USD) . Insgesamt lässt sich feststellen, dass Kapitalströme in Länder, die als „Sichere Häfen“ gelten gegenüber dem Vormonat deutlich abgenommen haben. Es bleibt abzuwarten, ob Investoren auf der Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten fündig geworden sind oder sie ihr Geld lediglich in ihren Heimatländern geparkt haben.

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