Hoffnungen, Gerüchte, vage Vermutungen,…

Der Euro hat in den letzten Wochen an den Devisenmärkten deutlich zulegen können. Getrieben wurde diese Erholung vor allem von Hoffnungen auf ein baldiges Eingreifen der Europäischen Zentralbank zugunsten der am schwersten von der Staatsschuldenkrise betroffenen Euro-Länder sowie vagen Andeutungen, die möglicherweise ein Entgegenkommen für das hochverschuldete Griechenland von Seiten der Euro-Mitglieder signalisieren. In trockenen Tüchern ist indes nichts und wichtige Fragen bleiben unbeantwortet. Wie kann ein Kompromiss mit Athen ohne zusätzliche finanzielle Mittel durch die Geldgeberländer aussehen? Wird es bald eine von der EZB garantierte Obergrenze für die Renditen oder die Risikoaufschläge europäischer Staatsanleihen und damit das Signal zum unbegrenzten Ankauf von Anleihen durch die europäische Geldpolitik geben? Oder läuft die derzeitige Entwicklung doch eher auf ein „Warten auf Godot“ hinaus? Zumindest auf Sicht der kommenden Woche dürfte das Warten weitergehen. So sind vom morgen anstehenden Besuch des griechischen Premierministers Samaras in Berlin kaum neue Erkenntnisse zu erwarten, und bis zur nächsten EZB-Ratssitzung dauert es noch knapp zwei Wochen. Etwaige Anzeichen für einen bevorstehenden Stimmungsumschwung an den Devisenmärkten zulasten des Euro sind derzeit nicht auszumachen. Vielmehr dürfte die Gemeinschaftswährung Euro auf Wochensicht immer wieder von Hoffnungen, Gerüchten und vagen Andeutungen moderat profitieren können.

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