EUR-CHF: „Euro-Höhenflug“ gegenüber der eidgenössischen Währung

Euro-Franken kletterte Ende letzter Woche mit rund 1,2155 CHF vorübergehend auf den höchsten Stand seit Anfang des Jahres und konnte sich seitdem weitgehend über der Marke von 1,2050 CHF halten. Allerdings dürfte zumindest ein treibender Faktor für den „Euro-Höhenflug“ gegenüber dem Franken jüngst einen Dämpfer erlitten haben. So erteilte die SNB den Spekulationen um eine Anhebung der Untergrenze in Euro-Franken eine Absage. Das Direktorium wiederholte im Rahmen seiner geldpolitischen Lagebeurteilung stattdessen Altbekanntes: Der Mindestkurs von 1,20 CHF werde mit aller Konsequenz durchgesetzt und man sei bereit, jederzeit weitere Maßnahmen zu ergreifen. Etwas skeptischer beurteilt die SNB die Wachstums- und Inflationsaussichten für die eidgenössische Volkswirtschaft. Die BIP-Prognose für das laufende Jahr wurde um 0,5%-Punkte auf 1,0% nach unten revidiert und die Jahresteuerung soll bis einschließlich 2014 bei höchstens 0,4% liegen. Belastend wirkten sich nach Einschätzung der Notenbank die europäische Staatsschuldenkrise, aber auch die anstehenden fiskalpolitischen Entscheidungen in den USA aus. Insbesondere diese beiden Faktoren dürften es sein, die den Schweizer Franken aus Sicht der Investoren auch auf absehbare Zeit attraktiv erscheinen lassen und einer möglichen Anhebung der Wechselkursuntergrenze entgegenstehen.

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