Autos: Geschäft in aufstrebenden Märkten und den „Autoländern“ kompensiert Krise in Europa

Der Automobilsektor in Deutschland ist weltweit bekannt für die Modelle der großen Hersteller BMW, Daimler und Volkswagen. Hinter den Herstellern stehen zusätzlich Tausende von Zulieferbetrieben, die von Weltmarktführern wie Bosch und Continental angeführt werden, letztlich aber in der deutlichen Mehrzahl kleinere, mittelständisch geprägte Unternehmen sind. Die Unternehmen der Automobilbranche gelten – zu Recht – als „Rückgrat“ der deutschen Wirtschaft und jede Entwicklung im Segment wird von uns als möglicher Indikator hinsichtlich der weiteren Konjunkturentwicklung entsprechend kritisch analysiert.

So sorgten jüngst Nachrichten über Produktionsanpassungen im größten PKW-Werk von Daimler in Sindelfingen für Schlagzeilen. Für uns stellt dies jedoch keine Überraschung dar, schließlich hatten die deutschen Automobilkonzerne in den letzten Quartalen die Prognosen schon wesentlich vorsichtiger formuliert: Insbesondere die Schuldenkrise und die Zurückhaltung der europäischen Konsumenten infolge der wirtschaftlichen Unsicherheiten sorgten zuletzt für Absatzeinbußen in Europa. Auch in China hatte sich das Wachstum wegen schwächerer Nachfrage und dem Druck ausländischer Konkurrenten wie Toyota oder Hyundai zuletzt verlangsamt.

Wir sind allerdings weiterhin zuversichtlich, dass die stabile Nachfrage aus den anderen BRIC-Staaten und den „klassischen“ Autoländern USA und Deutschland in den nächsten Quartalen nicht zu drastischen Umsatzeinbrüchen führen wird. Unsere Prognose – mit der wir im Übrigen pessimistischer als der Durchschnitt der Analysten sind –  bleibt aber sehr klar: Die deutschen Automobilkonzerne werden in diesem Jahr operativ weniger verdienen als 2011, Anzeichen für einen Einbruch des Absatzmarktes auf breiter Front sind derzeit aber nicht auszumachen.

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