Herbststürme brauen sich über dem Euro zusammen

Die Stimmungsaufhellung im Zuge der letzten EZB-Sitzung und des ESM-Urteils des Verfassungsgerichts ist dahin und mit ihr die Eu(ro)phorie vom frühen September. Sowohl zum Dollar als auch gegenüber Yen, Franken und Pfund steht der Euro unter Abgabedruck und muss sich dem Misstrauen der Anleger stellen. Investoren wären nur zu gerne bereit zu glauben, dass das neue OMT-Programm die Lösung der Euro-Krise darstellt, wenn.. ja wenn denn die Nachrichtenlage nicht so viel Negatives bieten würde. Vor allem die heftigen Proteste in Spanien und Griechenland rufen in Erinnerung, dass Europa selbst mit Hilfe von ESM und EZB noch einen weiten Weg aus der Krise vor sich hat. Als Resultat sehen wir auseinanderlaufende Spreads zwischen Kern und Peripherie und einen zur Schwäche neigenden Euro. Die Spekulationen über die Flucht Spaniens unter den Rettungsschirm dürften auch die nächsten Tage überlagern und mit den Zweifeln an der Tragfähigkeit Griechenlands den Euro unter Druck halten. Anlass für einen steilen Euro-Absturz sehen wir derzeit nicht, selbst wenn abermals Spekulationen über einen Schuldenschnitt in Griechenland oder sogar einen Austritt des Landes aus der Eurozone kursieren.

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