Bund-Renditen erst 2013 mit Aufwärtsdynamik

In den zurückliegenden Wochen ist das Geschehen an den europäischen Anleihemärkten von erheblicher Volatilität geprägt gewesen. Hatten sich die Risikoaufschläge für Peripherieanleihen im Zuge der Bekanntgabe des erneuten Anleihenkauf-Programms der EZB zunächst deutlich zurückgebildet, hat insbesondere die Unsicherheit darüber, wann Spanien unter den Rettungsschirm schlüpft, zuletzt für Verstimmung gesorgt. Die konjunkturell eher düstere Situation in der Euro-Zone wird wohl vorerst fortbestehen. Der ifo-Index, wichtigster Indikator für die deutsche Konjunktur, ist mittlerweile seit fünf Monaten in Folge gefallen. Die Währungshüter könnten bei niedrigen Inflationserwartungen in den kommenden Monaten den Leitzins ein weiteres Mal auf dann 0,50% senken. Für das lange Ende der Zinskurve erwarten wir vorerst noch niedrige Bund-Renditen. Erst im Verlaufe des nächsten Jahres sind Renditeanstiege wahrscheinlich, da der Status des Sicheren Anlagehafens der Bundesanleihen dann langsam an Bedeutung verlieren sollte. Insofern dürften die zehnjährigen Bund-Renditen zum Jahresende 2012 um die Marke von 1,60% schwanken, um dann bis Dezember 2013 sehr langsam den Weg in Richtung 2,00% einzuschlagen. Diese Entwicklungen sollten nicht als klarer Trend verlaufen. Politische Unsicherheiten wie anstehende Wahlen und Entscheidungen über Finanzhilfen an Griechenland, Spanien und Co. dürften kurzfristige Verwerfungen weiterhin nach sich ziehen.

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