Gold: Die Notenbanken machen es möglich

Der Goldpreis stand Mitte Mai 2012 noch bei rund 1.500 US-Dollar je Unze. Seitdem legte Gold aber eine bemerkenswerte Preisbewegung hin. Aktuell notiert der Goldpreis wieder bei über 1.750 US-Dollar. Die aus unserer Sicht wichtigste Begründung für die deutliche Preisbewegung liegt in der geldpolitischen Ausrichtung der Zentralbanken dies- und jenseits des Atlantiks.

Die EZB hat sich zur Krisenbekämpfung für eine weitere Öffnung der Geldschleusen durch ein unbeschränktes Staatsanleihenankaufprogramm entschieden. Die Federal Reserve hat kurz darauf eine dritte Runde des „Quantitative Easing“ (QE3) folgen lassen, um die US-Konjunktur, insbesondere den Arbeitsmarkt, wieder auf Kurs zu bringen. Da solche Maßnahmen zumindest bei einem Teil der Investoren die „Inflations-Alarmglocken“ läuten lassen, stocken diese ihre Gold-ETF-Positionen massiv auf. Mittlerweile belaufen sich die Goldbestände der globalen ETFs auf über 2.500 Tonnen, was in etwa dem fünffachen der EZB- Goldbestände entspricht.

Kurzfristig ist Gold etwas überhitzt, dennoch dürfte der Goldpreis im vierten Quartal durchschnittlich bei 1.850 US-Dollar liegen. Da wir nicht damit rechnen, dass sich der US-Arbeitsmarkt in 2013 nachhaltig verbessert, bleibt die Fed längerfristig auf „Anleihenkaufkurs“. Unsere 12-Monats-Prognose für Gold heben wir aufgrund des “unbeschränkten” Charakters des Staatsanleihenkaufprogramms der EZB und Fed von 1.850 auf 2.050 US-Dollar je Unze an.

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