EUR-JPY: Keine erkennbaren Unterschiede zwischen altem und neuem Finanzminister

Was die Aussagen des neuen japanischen Finanzministers Koriki Jojima zum Wechselkurs des Yen angeht, kann bislang kein Unterschied zu seinem Vorgänger Azumi festgestellt werden. Erst seit wenigen Tagen im Amt nutzte Jojima die derzeitige Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank dazu, IWF-Chefin Lagarde auf die fundamental nicht gerechtfertigte Aufwertung der japanischen Währung hinzuweisen. Sollte Jojima beabsichtigen, Lagarde und andere IWF-Mitgliedsstaaten durch seinen Vorstoß von der Notwendigkeit einer (gemeinsamen) Devisenmarktintervention zur Schwächung des Yen zu überzeugen, dürfte er allerdings kaum Chancen haben. Mit Blick auf die jüngsten Zahlen zur Handelsbilanz ist die Sorge von Japans Regierung durchaus nachvollziehbar, lag der entsprechende Saldo im August doch erneut Tief im roten Bereich. Zudem sind die konjunkturellen Perspektiven des Landes von Risiken gezeichnet: der IWF hat jüngst seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum nach unten revidiert und der Konflikt um eine Inselgruppe im Pazifik belastet weiterhin die Beziehungen zum wichtigsten Handelspartner. Vor dem Hintergrund der weiterhin schwelenden Schuldenkrise dürfte der Yen als Sicherer Hafen dennoch weiter gefragt bleiben.

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