Schuldenkrise und Unsicherheit um Griechenland bleiben treue Begleiter

Griechenland hat wieder einmal für Verwirrung an den Märkten gesorgt, allerdings halten sich die Kursreaktionen diesmal in Grenzen. Euro-Dollar verharrt in relativ enger Range um 1,30 USD, während sowohl die ungewohnte Schwäche des Yen als auch die kaum noch gekannte Stärke des Pfunds hervorstechen.

Das jüngste Hin und Her um Griechenland lehrt uns zwei Dinge: zum einen, wie tief der Graben zwischen internationalen Kreditgebern und nationalem Kreditnehmer ist, wenn nicht einmal Einigkeit darüber besteht, ob man sich denn einig ist. Zum anderen zeigt aber auch die gelassene Marktreaktion, wie weit das Thema Griechenland bereits abgehakt ist. Weder die Meldung einer Einigung noch das Dementi haben den Euro zu erkennbaren Kursbewegungen animiert. Die positiven sowie auch die negativen Ansteckungseffekte der Entwicklung in Griechenland werden am Devisenmarkt inzwischen als vernachlässigbar angesehen. Für die Bürger Griechenlands geht es um nicht weniger als ihre Existenz; für den Euro stellt sich diese existenzielle Frage nicht mehr. Während uns das politische Auf und Ab in der Schuldenkrise ein treuer Begleiter bleiben sollte, dürften in den nächsten Wochen harte Konjunkturdaten für traurige Abwechslung sorgen.

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