Gold 2013: 2.100 US-Dollar je Unze im Visier

Die Saisonalität wird bei Gold durch das Verhalten der Juweliere geprägt, die beispielsweise in Indien vor und während der Hochzeitssaison ihre Goldnachfrage erhöhen. Im dritten Quartal beginnen die Juweliere zudem damit, sich auf das Weihnachtsgeschäft vorzubereiten und entsprechend Goldbestände aufzubauen. Historisch steigt der Goldpreis im dritten Quartal durchschnittlich um gut 4%. In diesem Jahr war es ein deutliches Plus von 11%. Neben den positiven saisonalen Vorgaben waren es 2012 hauptsächlich die unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank, der Fed und der Bank of Japan, die den Goldpreis deutlich steigen ließen.

Für 2013 haben wir dreierlei positive Goldtreiber auf der Agenda: 1. Die globalen Zentralbanken werden weiterhin versuchen, mit Liquidität die wirtschaftliche Lage zu stabilisieren. Besonders die Vereinigten Staaten als auch Europa stehen hier im Fokus. Dabei wird es immer wieder zu Inflationsbefürchtungen der Anleger kommen. 2. Die resultierend aus der geldpolitischen Ausrichtung der Fed bevorstehende US-Dollar-Schwäche. Wir prognostizieren für 2013 eine bis auf 1,31 US-Dollar/Euro fallende US-Leitwährung. 3. Infolge der negativen Realzinsen werden Anleger weiterhin eine recht hohe Sachwertorientierung an den Tag legen.

Im Zuge der geldpolitischen Lockerungseuphorie der Anleger ist der Goldpreis zuletzt zu schnell gestiegen und wies sogar eine leichte Überhitzung auf. Diese leichte Übertreibung hat sich mittlerweile aber wieder vollständig abgebaut. Damit ist der Weg für unser 2013er-Kursziel von  2.100 US-Dollar je Unze frei.

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