EUR-CHF: Druck auf SNB lässt nach – zumindest vorerst

Schlechte Nachrichten für die Schweizer Wirtschaft: Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen. Hiobsbotschaften sehen dennoch anders aus. Zwar scheint sich damit erneut zu bestätigen, dass die europäische Staatsschuldenkrise auch an der Schweizer Wirtschaft nicht spurlos vorbeigeht. Mit 3,0% liegt die Arbeitslosenquote jedoch im internationalen Vergleich weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Außerdem scheinen die Sorgen der SNB derzeit insgesamt deutlich nachgelassen zu haben. So nahm im Oktober zum einen der Deflationsdruck weiter ab, wobei der Rückgang der Verbraucherpreise mit 0,2% (y/y) nur noch knapp unterhalb der Nulllinie verblieb. Zum anderen bewegt sich Euro-Franken weiterhin recht stabil oberhalb der von der SNB eingezogenen Grenze von 1,20 CHF – und das wohl ohne Interventionen der Zentralbank. Hierauf deutet zumindest die Entwicklung der Währungsreserven im letzten Monat hin. Diese gingen zum ersten Mal seit Februar dieses Jahres zurück, wenn auch nur um rund 5 Mrd. CHF auf immer noch über 424 Mrd. CHF. In Sicherheit wiegen kann sich die SNB allerdings nicht. Sollte sich die Euro-Krise wieder zuspitzen, dürfte die Suche nach dem sicheren Hafen Franken bald wieder Auftrieb erhalten. Dann könnte die Zentralbank rasch wieder gezwungen sein, am Markt aktiv zu werden.

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