Bundesanleihen wieder verstärkt gefragt

Die Marktreaktionen auf den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl sind in Europa und den Vereinigten Staaten recht ähnlich ausgefallen. Die Renditen sowohl der US-Treasuries als auch der Bundesanleihen sind nennenswert zurückgegangen. Die Renditen zehnjähriger Bunds sind, von Werten um die 1,45% kommend, mit aktuell rund 1,35% auf Niveaus von Anfang September dieses Jahres gesunken. Die Europäische Zentralbank hat auch im laufenden Monat November nichts an ihrer Leitzinspolitik geändert. Wir erwarten eine weitere Leitzinssenkung für den Beginn des kommenden Jahres. Die gesamtwirtschaftliche Situation in der Eurozone bleibt problematisch; im dritten Quartal hat sich das Bruttoinlandsprodukt erneut verringert. Die Aussichten für das Jahr 2013 zeichnen in Bezug auf die Realwirtschaft ein pessimistisches Bild. Auch der Konjunkturmotor Deutschland gerät durch eine sich eintrübende Wirtschaftsdynamik mehr und mehr ins Stottern. Im Hinblick auf die Haushaltssituation Griechenlands macht sich zunehmende Ernüchterung breit. Die Streitereien, wie mit der schier nicht zu bändigenden Verschuldung der Hellenen umzugehen ist, zermürben die Rentenmarktteilnehmer. Ein zweiter Schuldenschnitt wird heiß diskutiert. Zudem wird die Frage, ob und wann Spanien unter den aufgespannten Rettungsschirm schlüpft, immer mehr zu einer Hängepartie. Speziell Deutschland achtet bei alledem sehr darauf, den Eindruck zu wahren, nicht überfordert zu werden. Vor diesem Hintergrund haussieren einmal mehr die Bundesanleihen.

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