Deutsche Konjunktur unter Druck

Die Wirtschaft in Deutschland durchlebt momentan die kritischste Phase seit dem Ende der globalen Finanzkrise im Jahr 2009. Die Belastungen, die von der Euro-Schuldenkrise ausgehen, werden im Winterhalbjahr 2012/2013 das Wirtschaftswachstum in Deutschland wohl gänzlich zum Erliegen bringen. Der positive Schwung vom Außenhandel, der im laufenden Jahr die Konjunktur noch maßgeblich beeinflusst hat, wird sich in den kommenden Quartalen sogar zu einem Bremseffekt umkehren. Und die Verunsicherung bei den Unternehmen, die sich auch in den negativen Stimmungsindikatoren ausdrückt, lässt diese bei ihren Investitionen in Maschinen und Ausrüstungen bis auf Weiteres sehr zurückhaltend sein.

Es gibt allerdings auch positive Faktoren, die dafür sorgen werden, dass die deutsche Konjunktur trotz der Belastungen durch die Euro-Krise nicht abstürzen wird: Der private Konsum hat sich bereits im vergangenen Jahr sehr stabil entwickelt, und die Verbraucher werden sich auch in den kommenden Quartalen nicht in ihrer Kauffreude beirren lassen. Daneben garantiert die offenbar wiederentdeckte Liebe zum „Beton-Gold“ eine ausgesprochen lebhafte Konjunktur im Wohnungsbau. Vor allem die privaten Haushalte sorgen also dafür, dass ein Konjunktureinbruch vermieden werden kann. Im Jahresverlauf 2013 wird sich dann auch das internationale Umfeld für die deutsche Konjunktur wieder verbessern und das Wachstum beleben.

Daraus ergibt sich dann für die deutsche Wirtschaft ein dynamischer Start ins Jahr 2014, das immer noch von einem sehr expansiven monetären Umfeld geprägt sein wird. Die Investitionen werden zu einem wichtigen Treiber der Konjunktur, und nach dem sehr schwachen Jahr 2013, in dem das deutsche Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,4 Prozent expandieren dürfte, sehen wir im Jahr 2014 mit einer Wachstumsrate von 2,2 Prozent ein Anschließen an die günstige Wirtschaftsentwicklung der Jahre 2010 und 2011.

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