Gold-Ausblick 2013: Noch kein “Skyfall” für den Goldfinger

Da Gold aus unserer Sicht nicht nur ein reiner Rohstoff ist, darf es auch nicht ausschließlich wie ein solcher bewertet werden. Weil nicht zuletzt auch die Zentralbanken weltweit Gold halten, wird das edle Metall auch als Geld- bzw. US-Dollar-Alternative angesehen. Wir gehen für 2013 davon aus, dass die Geldhaltung wegen der negativen Realzinsen in den Vereinigten Staaten und Europa unattraktiv bleiben wird, was die Gold-Opportunitäts-kosten gering hält.

Ein weiterer wichtiger Punkt wird 2013 sein, inwieweit sich die sehr lockere geldpolitische Ausrichtung der Zentralbanken und die erhöhte Marktliquidität auf die Inflationserwartungen auswirken. Zwar ist aktuell beispielsweise in den USA Inflation noch kein Thema, allerdings ist die Unsicherheit über die zukünftige Inflationsentwicklung sehr ausgeprägt, so dass einige Marktteilnehmer auf Gold als Inflationsabsicherungsinstrument setzen.

Beide Faktoren, die geringen Gold-Opportunitätskosten und die Inflationsunsicherheit, werden dazu führen, dass, wie in den Vorjahren, die Investorennachfrage steigt. Investoren werden 2013 eine erhöhte Sachwertorientierung walten lassen. Gold wird unseres Erachtens in zwölf Monaten bei 2.050 US-Dollar je Unze stehen.

Im Jahr 2012 profitierte der europäische Goldanleger phasenweise von einem positiven Doppeleffekt. Einerseits stieg Gold auf US-Dollar-Basis, und andererseits wertete der Euro im Vergleich zum US-Dollar ab. Für 2013 erwarten wir keinen solchen positiven Doppeleffekt, da die Brisanz der europäischen Schuldenkrise aufgrund von bereits gestellten politischen Weichen nachlassen dürfte. Auf Grundlage unserer US-Dollar/Euro-Wechselkursprognose ergibt sich für den europäischen Goldinvestor ein 12-Monats-Kursziel von 1.576 Euro je Unze.

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