Vereinigte Staaten: Prognosebild unverändert

Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in den Vereinigten Staaten werden die oppositionellen Republikaner auch den nächsten US-Kongress dominieren. Präsident Obama muss sich daher auch weiterhin um einvernehmliche Lösungen bemühen, speziell auch für die Anfang 2013 aufgrund des Haushaltskontrollgesetzes drohenden quasi-automatischen Steuererhöhungen und Einsparungen in einem Volumen von zusammen etwa 600 Mrd. US-Dollar. Werden diese Maßnahmen wirksam, stürzen die Vereinigten Staaten zweifelsohne in eine Rezession.

Wir gehen davon aus, dass es nicht zu einer Eskalation kommen wird und sich die Verantwortlichen auf einen Kompromiss einigen werden. Nicht zuletzt aus diesem Grund halten wir an unserem bisherigen Prognosebild fest und gehen weiter davon aus, dass die zehnjährigen US-Treasury-Renditen bis Dezember 2013 langsam bis auf 2,10 % ansteigen. Auf Sicht dreier Monate sollten sie in der Nähe ihres aktuellen Niveaus verharren. Zur ordentlichen Bedienung des Schuldenbergs der Vereinigten Staaten von aktuell mehr als 16 Billionen US-Dollar bedarf es unter anderem eines weiterhin niedrigen Zinsniveaus. Wir gehen davon aus, dass die Fed wie angekündigt ihre Leitzinsen einstweilen bei Null belassen wird. Gepaart mit einem eventuellen weiteren Ankaufprogramm für länger laufende Staatsanleihen sollte dies einem nachhaltigen Anstieg der US-Treasury-Renditen vorerst entgegenstehen.

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