EUR-CHF: Aussicht auf Negativzinsen auf Einlagen in der Schweiz gibt Euro-Franken Auftrieb

Die gute Nachricht zuerst: Dank der Ankündigung der Credit Suisse, künftig ab einem bestimmten Einlagevolumen negative Zinsen auf Guthaben anderer Banken zu erheben, kam zu Beginn dieser Woche wieder Leben in das Währungspaar Euro-Franken. Eine Gebühr auf Guthaben bei einer „relativ riskanten“ Gegenpartei wie einer Bank? Dies dürfte vielen Anlegern ungewöhnlich erscheinen und die Attraktivität der eidgenössischen Währung reduzieren. Da auch von Seiten der Schuldenkrise derzeit eher Signale der Entspannung wahrgenommen werden, hat Euro-Franken durchaus das Potenzial, sich auf Wochensicht im Bereich des bisherigen Jahreshochs von knapp 1,22 Schweizer Franken zu stabilisieren.

Spürbare Auswirkungen auf die Preisentwicklung sollte eine solch leichte Franken-Abwertung jedoch kaum haben, was uns zur schlechten Nachricht bringt: Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Deflation erhielten jüngst einen Dämpfer. So verzeichneten die Verbraucherpreise im November einen unerwartet deutlichen Rückgang von 0,4% (y/y). Auch die nächste Woche verspricht, eine von der spannenderen Sorte zu werden. Zunächst stehen am morgigen Freitag die Daten zur Entwicklung der SNB-Devisenreserven für Oktober an. Ein deutlicher Anstieg wäre hier sicherlich eine Überraschung. Mit Interesse dürfte zudem die am Donnerstag anstehende Sitzung der SNB verfolgt werden.

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