Was bringt das Jahr 2013 für den Euro?

Der Euroraum scheint einem versöhnlichen Jahresabschluss entgegenzusehen: Griechenland wird die Zahlungsunfähigkeit – wieder einmal – gefühlt in letzter Sekunde verhindern können und die „Drohung“ Berlusconis, noch einmal Ministerpräsident in Italien werden zu wollen, hat ihren Schrecken bereits wieder verloren. Zum Jahresausklang bietet sich an dieser Stelle ein kurzer Rückblick auf 2012 aus der Perspektive des Euro an. Dabei lässt sich eines zweifelsfrei feststellen: Die Gemeinschaftswährung existiert nicht nur immer noch, die Währungsunion hat auch weiterhin genauso viele Mitglieder wie am 1. Januar 2012. Dies wurde im Verlauf des Jahres ebenso mehrfach in Frage gestellt wie die Handlungsfähigkeit der europäischen Politik, was uns zum zweiten Punkt des Rückblicks bringt: Sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik haben in den letzten Monaten bewiesen, dass sie bereit sind, sowohl viel Geld als auch ihre Glaubwürdigkeit in die Waagschale zu werfen, um damit die Lage innerhalb des gemeinsamen Währungsraums zu stabilisieren. Ungeachtet der in 2013 potenziell bestehenden Belastungsfaktoren für den Euro (darunter die Wahlen in Italien und Deutschland, Budgetzahlen verschuldeter Euro-Länder, erneut aufkommende Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Griechenlands) stimmen uns diese Erfahrungen der letzten Monate vorsichtig optimistisch. Auf der Habenseite kann der Währungsraum außerdem eine zunehmende politische Integration sowie die eingeleiteten Reformen verbuchen. Im Ergebnis dürfte sich der Euro zum nächsten Weihnachtsfest relativ unverändert im Bereich von 1,32 USD präsentieren.

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