Politische Querelen diesseits und jenseits des Atlantiks

Vielleicht wollen die Politiker in den USA erst noch abwarten, ob die Welt mit dem Ende des Maya-Kalenders tatsächlich untergeht. Anders lassen sich die schleppenden Fortschritte bei den Haushaltsverhandlungen zur Vermeidung des „Fiscal Cliff“ wohl kaum noch zufriedenstellend erklären. Zumindest versprühen sowohl Demokraten als auch Republikaner immer wieder Zuversicht, dass man sich – früher oder später – einigen werde. Unterdessen nimmt die politische Auseinandersetzung in Italien langsam aber sicher Form an, stehen hier doch aller Voraussicht nach Ende Februar 2013 Parlamentswahlen an. Welche Rolle der noch amtierende Regierungschef Monti hierbei spielen will, könnte sich bereits bei der für das bevorstehende Wochenende angekündigten Pressekonferenz herausstellen. Zwar zeigt sich die Gemeinschaftswährung von diesen politischen Querelen bislang recht unbeeindruckt. Dennoch hat der Wahlkampf in der drittgrößten Volkswirtschaft des gemeinsamen Währungsraums das Potenzial, der seit Mitte November eingeschlagenen Aufwärtsbewegung des Euro ein abruptes Ende zu bereiten. Konjunkturindikatoren sollten es indes weiterhin schwer haben, spürbare Impulse an den Devisenmärkten zu setzen. Zu Beginn des neuen Jahres werden vor allem Daten aus den USA einen entsprechenden Versuch unternehmen. So stehen hier unter anderem Einkaufsmanagerindizes sowie Arbeitsmarktzahlen an. Außerdem veröffentlicht die US-Zentralbank das Protokoll zu ihrer jüngsten Sitzung.

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