Revision der Yen-Prognose: Yen-Schwäche noch ausgeprägter als bisher erwartet

Das neue Jahr beginnt in Japan und für den Yen wie das alte geendet hatte. Lautstarke Forderungen nach einer umfangreichen Lockerung der Geldpolitik und die einhellige Einschätzung, dass der Yen eigentlich nur weiter abwerten kann, prägen das Bild. Langfristig mag dies die einzig überzeugende Erwartung sein, kurzfristig möchten wir aber vor den wachsenden Rückschlagsgefahren warnen. Die spekulative Positionierung ist mit einem Dollar-long- (also Yen-short-)Überhang von gut 80.000 Kontrakten noch immer extrem und fordert eine Kurskorrektur geradezu heraus. Auch das wachsende Risiko von Gewinnmitnahmen nach den ausgeprägten Yen-Bewegungen seit Anfang Dezember spricht nicht für eine Fortsetzung der Yen-Schwäche als Einbahnstraße. Langfristig bleibt das Yen-Bild aber geprägt von fundamentaler Schwäche, politisch gewollter Währungsabwertung und ultralockerer Geldpolitik – also der perfekte Mix für eine anhaltende Yen-Baisse. Wir haben unsere ohnehin schon bearische Yen-Prognose revidiert und sehen die Perspektiven des Yen noch pessimistischer als schon zuvor. Auf Sicht von einem Jahr dürfte Euro-Yen bei knapp 127 JPY notieren, während unser bisheriges Zwölf-Monatsziel von 118 JPY jetzt schon in sechs Monaten greifbar wird. Die neue Drei-Monatsprognose von 113,90 JPY unterstreicht aber das oben skizzierte Korrekturrisiko, ohne dabei jedoch den intakten langfristigen Trend infrage stellen zu wollen.

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