Investmentstrategie: Zunächst nur verhalten optimistisch

Mit Blick auf das begonnene Jahr erwarten wir nicht, dass sich die positive Kursentwicklung speziell an den Aktienmärkten wiederholen wird. Vielmehr sollten sich aus Kapitalanlegersicht die Rahmenbedingungen zunächst eintrüben. Wir gehen davon aus, dass bei den Staatsfinanzen eine Trendwende bei den Budgetdefiziten bevorsteht. Dies spricht für generell geringere Wachstumsraten in der Zukunft. In der Eurozone dürfte der kontraktive Impuls der Sparmaßnahmen 2013 seinen Höhepunkt erreichen. Ab der zweiten Jahreshälfte sollte sich die wirtschaftliche Lage jedoch sukzessive bessern. 2014 sollte sich die Konjunktur dann, ausgehend von den USA und China, weltweit stärker erholen. Die sollte auch zu einer deutlichen Steigerung der Unternehmensgewinne führen und das Marktsentiment entsprechend im Vorfeld beflügeln.

Bis es soweit ist, dürften aber noch einige Quartale ins Land gehen. Kurzfristig überwiegen – insbesondere für den deutschen Aktienmarkt – noch die zyklischen Risiken wegen der schwächeren Konjunkturentwicklung im Winterhalbjahr. Auch hinsichtlich der weiteren Stabilisierung der europäischen Währungsunion stehen noch mehrere Etappen bevor. Insbesondere die Wahlen in Italien im Februar und anstehende Entscheidungen über (wirtschafts-) politische Reformen in Frankreich stellen potenzielle Stolpersteine auf dem Stabilisierungspfad dar. Niedrigere Kurse sind dann aus unserer Sicht unbedingt zum Einstieg zu nutzen.

Weil die globale Geldpolitik wegen der zunächst noch schwachen wirtschaftlichen Dynamik und des moderaten Preisauftriebs zunächst noch extrem expansiv bleiben dürfte, droht dem Rentenmarkt noch kein Einbruch. Innerhalb der Rentensegmente dürften sich zunächst jedoch nur wenige Anlagealternativen ergeben. Die laufende Verzinsung deckt meist nur –  wenn überhaupt – den Kaufkraftverlust infolge steigender Preise. Mit der Aussicht auf die Rückkehr der wirtschaftlichen Dynamik in 2014 führt mittelfristig kein Weg an Aktieninvestments vorbei. Insbesondere die europäischen Märkte, aber auch der chinesische Markt scheinen als Kerninvestments aussichtsreich, zusätzlich kommen am US-Markt verschiedene Trendinvestments in Frage.

Unsere Asset Allocation-Empfehlungen wurden 2012 erneut im DZ BANK Portfolio – der „Visitenkarte“ des Research – abgebildet. Nach einem stabilen Auftakt des Depots in der 2. Jahresshälfte 2011 startete das Portfolio 2012 schließlich durch und legte bis zum Jahresultimo um 11,6% zu. Die durchschnittliche Volatilität fiel dabei mit 9% sehr gering aus.

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