Hohe Mittelzuflüsse in US-Aktienfonds 2013 maßgeblich zyklisch getrieben

Am US-Aktienmarkt hat sich 2013 die Nachfrage nach Fonds deutlich ausgeweitet. Nach den jüngsten Erhebungen des Interessenverbandes der amerikanischen Fondsindustrie ICI verbuchten Aktienfonds allein im Januar Netto-Mittelzuflüsse in Höhe von 30 Mrd. US-Dollar. Dies ist der stärkste Mittelzufluss seit Anfang 2007, also vor Beginn von Finanzkrise und Rezession. Der Negativtrend aus den Jahren 2008 bis 2012, in denen kumuliert 530 Mrd. US-Dollar aus Aktienfonds abgezogen wurden, könnte 2013 beendet werden.

Allerdings sind die jüngsten Mittelzuflüsse bei den US-Aktienfonds unseres Erachtens maßgeblich zyklisch getrieben und der Verbesserung des Sentiments nach dem vorläufigen Ende der „fiscal cliff“-Debatte geschuldet. Sie sollten deswegen keinesfalls überinterpretiert werden.

Insgesamt ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, dass nach vier Jahren positiver Kursentwicklung des US-Marktes Anleger nun – wie so oft – wieder ein ausgeprägtes zyklisches Interesse an Neuinvestitionen entwickeln könnten. Dies sollte langfristig zu einer steigenden Nachfrage nach Aktien und Aktienfonds führen. Die aktuelle Allokation der amerikanischen privaten Pensionsfonds mit Leistungszusagen („defined benefit“) zeigt, dass die Gewichtung von Rentenpapieren vom Tiefstwert 2006 bei 20% per drittes Quartal 2012 auf 34% angestiegen ist. Gleichzeitig sank die Aktienquote von 61% auf 39% ab. Im historischen Vergleich sind die Pensionsfonds damit in Aktien deutlich untergewichtet.

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