Leicht anziehende Geldmarktzinsen trotz üppiger Liquiditätsausstattung

Zwar verharren die EWU-Verbraucherpreise in der Headline-Rate über unseren gesamten Prognosehorizont hinweg oberhalb der von den Währungshütern anvisierten Marke. Das sollte die Europäische Zentralbank jedoch nicht davon abhalten, weiterhin Liquidität in jeder gewünschten Menge bereitzustellen, zumal die Kerninflation unterhalb von zwei Prozent in der Jahresrate verbleiben dürfte und die europäische Schuldenkrise weiter nicht gelöst ist.

Leitzinserhöhungen dürften damit weiterhin nicht auf der Agenda stehen. Trotz alledem sollte der Trend für die Sätze am Geldmarkt in den kommenden Monaten leicht aufwärts gerichtet sein, da sich die üppige Überschussliquidität langsam reduziert. So zahlen die Geschäftsbanken aus dem Euro-Raum heute 137,2 Mrd. Euro aus dem ersten Dreijahres-Tender zurück; im Gegenzug schreibt die EZB ein neues Dreimonats-Geschäft aus. Bei den Wochentendern hingegen ist wenig Bewegung. Hier hat die EZB gestern 124,1 Mrd. Euro im aktuellen Ein-Wochen-Tender zugeteilt, nur unwesentlich weniger als die 125,3 Mrd. Euro der Vorwoche.

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