Deutsche Exporte erreichen 2012 neuen Rekordwert

Die deutsche Wirtschaft hat 2012 trotz der europäischen Krise einen neuen Ausfuhrrekord erzielt. Insgesamt wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts im letzten Jahr Waren im Wert von knapp 1,1 Billionen Euro exportiert, gut 3% mehr als im Vorjahr. Da die Einfuhren nur um 0,7% zulegten, ist auch der Exportüberschuss weiter angestiegen. Er erreichte mit 188 Mrd. Euro den zweithöchsten je erzielten Wert seit 1950.

Der hohe Überschuss in der deutschen Handelsbilanz wurde zum überwiegenden Teil im Handel mit Drittländern, also außerhalb der EU, erzielt. In diese Länder konnten die Exporte 2012 um fast 9% gesteigert werden.  Die Ausfuhren in andere EU-Länder sind im letzten Jahr dagegen leicht gesunken, hier zeigen sich deutlich die Auswirkungen der Euro-Krise. Dennoch macht der Handel mit EU-Ländern immer noch etwas mehr als die Hälfte aller deutschen Exporte aus.

Im Schlussquartal 2012 hat sich der deutsche Außenhandel merklich abgekühlt. Unter Ausschluss von Saisoneffekten waren sowohl die deutschen Ausfuhren als auch der Überschuss in der Handelsbilanz im Vergleich zum Vorquartal deutlich rückläufig. Das hat zum scharfen Abbremsen der deutschen Konjunktur gegen Jahresende 2012 beigetragen.

So ist auch die Industrieproduktion im Schlussquartal 2012 um rund 3% gesunken, die gesamte deutsche Wirtschaftleistung dürfte zwischen Oktober und Dezember um 0,5% gefallen sein (genaue Daten werden in der kommenden Woche veröffentlicht). Für das laufende Quartal kann man auf der Grundlage der bislang vorliegenden Indikatoren wieder von einer leichten Erholung der deutschen Wirtschaft ausgehen.

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