DAX: Die erwartete Konsolidierung nimmt Fahrt auf, auf Chancen warten!

Die ökonomischen Probleme der EU-Peripheriestaaten sind noch nicht gelöst. Sollten jedoch weitere Rückschläge aufgrund der Schuldenkrise ausbleiben, dürfte die Rezession im Euroraum zur Jahresmitte 2013 ihr Ende finden und einer schwachen Erholung weichen. In China scheint die Konjunkturwende hingegen bereits gelungen, die chinesische Wirtschaft könnte nun zum Vorreiter einer globalen Konjunkturerholung werden.

In diesem Umfeld aus Konjunkturverbesserung und anhaltendem Niedrigzinsumfeld dürften Unternehmen und deren Aktien profitieren. In diesem Falle bestünde auch bei den Bewertungsmultiples der Märkte erhebliches Expansionspotenzial. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für beispielsweise den DAX von 11 könnte unseres Erachtens in einer Phase, in der die Konjunktur gut läuft, in Richtung 13 steigen. Der längerfristige Durchschnitt des KGV seit 2003 liegt bei 10,3, Werte in der Bandbreite zwischen 10 und 13 stellen aus unserer Sicht einen normalen Bereich dar. Eine solche Bewertungsexpansion ist aber noch nicht in diesem Jahr absehbar, weil die Länder des Euroraums zunächst noch in der Rezession stecken. Mit Blick auf 2014/15, also jenseits unseres aktuellen Prognosezeitraums wären daher Kurse deutlich jenseits von 8.500 Punkten möglich.

Kurzfristig gehen wir davon aus, dass die Ergebnisentwicklung der Unternehmen noch verhalten ausfallen sollte. Weil die weltweite Konjunkturentwicklung ab der zweiten Jahreshälfte aber wieder Fahrt aufnimmt, sollten die Unternehmensergebnisse zum vierten Quartal 2012 und zum ersten Quartal 2013 letztlich die Talsohle markieren.

Wir hatten in den vergangenen Wochen mehrfach darauf hingewiesen, dass die zuletzt sehr gute Stimmung unter den Marktteilnehmern ein Warnsignal sei. Zwar haben sich verschiedene Sentiment-Indikatoren wie zum Beispiel die Anzahl der bullishen Anleger in den USA zuletzt wieder verbessert, die Gefahr eines Übergangs der aktuellen Konsolidierung in eine vorübergehende Korrektur ist unseres Erachtens zuletzt aber gestiegen. Die Chancen für günstige Nachkäufe sind dadurch gestiegen.

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