Investmentstrategie: Fokus auf Assets, die von Produktivitätszuwächsen und Wirtschaftswachstum profitieren

Trotz wachsender Ängste vor der „fiskalischen Klippe“ (in den USA), der Schuldenkrise (in der Eurozone) und einer allgemeinen konjunkturellen Tempoverschleppung (fast überall) erwiesen sich Aktien als eine lohnende Wahl für Investoren in den Jahren 2012 und 2013. Während die Angst vor drohendem Unheil und Unsicherheit die Stimmung an den Märkten 2012 dominierte, verbesserte sich das gesamtwirtschaftliche Bild seit einiger Zeit doch kontinuierlich.

Wir erwarten, dass sich dieser Trend insgesamt auch 2013 fortsetzen wird: In Europa bleibt die deutsche Konjunktur der stabilisierende Anker in einem unruhigem Umfeld. In den USA dürfte die Erholung über den Arbeits- und Häusermarkt zunehmend angetrieben werden. Hier gab es bereits im letzten Quartal des Jahres 2012 wieder überraschend gute Nachrichten. In China sollte sich die im Herbst 2012 begonnene Erholung fortsetzen. Kommen im Jahresverlauf wieder neue, positive Stimmungen auf den Markt (z.B. Neuinvestitionen der Unternehmen, niedrigere (US-)Energiekosten), wird sich der Aufwärtstrend bei den Unternehmensgewinnen und bei den Aktienkursen weiter stabilisieren und voraussichtlich sogar beschleunigen. Mit unserer aktuellen Aufstellung auf der Aktienseite des DZ BANK Depots (DJ Global Titans, Stoxx 600, US-Häuseraktien, US-Bankaktien) fühlen wir uns ausreichend mit günstig bewerteten Aktien bestückt, um an einem solchen Aufschwung zu partizipieren.

Auf der anderen Seite existiert aber noch die Gefahr einer stagnierenden Konjunktur in Europa, verbunden mit einem Stillstand oder gar Rückschritt bei notwendigen politischen Reformen seitens Länder wie Italien, Frankreich oder Spanien. In einem Umfeld, in dem negative Schlagzeilen und einzelne makroökonomische Störungen scharfe Kursverluste und Vola-Schübe bei den Marktpreisen auslösen können, sollten Investoren mit genügend Liquidität bevorratet sein, um neue Chancen wahrnehmen zu können.

In der aktuellen Phase sollten sich Anleger auf die langfristigen Auswirkungen der extrem aggressiven Geld- und Zinspolitik vorbereiten und nach Möglichkeiten suchen, die Renditen in einem solchen Umfeld zu verbessern. Die Gefahr künftig deutlich höherer Inflationsraten in Kombination mit dem bereits bestehenden Niedrigzinsumfeld dürfte das Anlegergeld langfristig aus Assetklassen heraustreiben, die nur eine geringe Realverzinsung (z.B. Staatsanleihen) oder überhaupt keine Verzinsung (z.B. Gold) bieten. Anleger sollten sich  stattdessen auf Assets fokussieren, die von Produktivitätszuwächsen und Wirtschaftswachstum profitieren. Investoren sollten dabei ihre Nervosität gegenüber der Entwicklung am Aktienmarkt ablegen und nicht permanent auf eine deutliche Verbesserung der Konjunktur warten, sondern jeden stärkeren Kursrücksetzer für die sich bietenden Chancen nutzen.

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