Schwedische Krone: Riksbank zögert Zinserhöhung heraus

Die schwedische Notenbank hat im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, das aktuelle Leitzinsniveau bei 1,00% beizubehalten. Entgegen den Erwartungen senkte die Riksbank allerdings ihren Zinspfad. Damit sendete Notenbank-Chef Ingves ein deutliches Signal: Mit einer Erhöhung der Zinsen ist in Schweden erst im Verlauf der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres zu rechnen. Gleichzeitig hält sich die Riksbank die Tür für eine mögliche Zinssenkung weiter offen.

Mit ihrer Entscheidung zeigt sich die Riksbank deutlich „dovisher“ als vom Markt, aber auch von uns erwartet wurde. Dies kann man unter anderem an der Reaktion der Schwedischen Krone erkennen, welche gestern gegenüber dem Euro kräftig Federn lassen musste und zeitweise auf den niedrigsten Stand seit Ende Februar fiel. Zur Begründung ihrer Entscheidung führten die schwedischen Notenbanker an, dass es nach ihrer Auffassung trotz der sich abzeichnenden langsamen Erholung der heimischen Wirtschaft deutlich länger brauchen werde, das Inflationsziel in Höhe von zwei Prozent zu erreichen. Dies ist unter anderem auf die noch schwache Nachfrage sowie auf die Stärke der Krone zurückzuführen.

Die gestrige Sitzung hat die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung aus unserer Sicht zwar deutlich erhöht. Wir gehen dennoch davon aus, dass die Riksbank die Leitzinsen in diesem Jahr nicht mehr antasten wird. Mit einer graduellen Erhöhung der Repo Rate rechnen wir erst im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2014.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 0

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *