Dr. Kupfer hat einen Schnupfen

Einige Marktbeobachter werten den Preisrückgang bei den Industriemetallen bereits als ein Alarmsignal für die zukünftige globale Konjunkturentwicklung. Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Kupfer wird insbesondere die Preisentwicklung des roten Industriemetalls als historisch funktionierender Frühindikator gesehen.Allerdings haben sich die Kupfernachfrageanteile global in den letzten Jahren deutlich verschoben. Ebenfalls sollte nicht vergessen werden, dass sich die aktuelle Basismetallpreisschwäche im Wesentlichen durch die auskömmliche Versorgungslage erklärt, die wiederum nicht nur an der Nachfrageschwäche im ersten Quartal hängt, sondern auch durch die solide Produktions- und Lagerbestandsentwicklung beeinflusst wird. Unseres Erachtens dient Kupfer nur begrenzt als vorlaufender Konjunkturindikator. Allenfalls skizziert die Kupferpreisentwicklung ein Stimmungsbild bezüglich des weiteren Verlaufes der chinesischen Konjunktur.

Aktuell findet bei den Anlegern eine Rotation aus den Industriemetallen in Aktien statt, was die ausgeprägte Divergenz zwischen dem Aktienmarkt und den Industriemetallpreisen begründet.

Top-Pick: Aufgrund des defizitären chinesischen Kupfermarktes und der in Bälde einsetzenden Nachfrageerholung halten wir Kupfer auf Basis des aktuellen  Preisniveaus für sehr interessant. Das überzogen negative Sentiment der Spekulanten kann zudem auch als Kontraindikator gesehen werden. Auf Jahresfrist sehen wir ein Kupferpreispotenzial von 20%.

 

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