Konsolidierung beendet?

Aus fundamentaler Sicht spricht wenig dafür, dass sich der Kursanstieg am Aktienmarkt fortsetzen sollte. Zwar besteht mit Blick auf 2014 die Erwartung, dass eine sich verbessernde Weltkonjunktur und insbesondere das erwartete Ende der Rezession in großen Teilen Europas zu einem besseren und wieder von Zuwächsen bei den Unternehmensgewinnen geprägten Umfeld führen sollten. Jedoch könnte eine zeitliche Verschiebung dieser positiven Effekte enttäuschen.

Gewinnschätzungen und Bewertung deuten aktuell eher auf eine Seitwärtsbewegung der Aktienmärkte auf dem derzeit erreichten Niveau hin, zumal im September mit der  Bundestagswahl ein in Bezug auf die weitere Entwicklung der Eurozone wichtiges Event ansteht.

Andererseits ist nicht erst seit der letzten Notenbanksitzung der EZB offensichtlich, dass die Entwicklung an den Aktienmärkten derzeit kaum von diesen Parametern abhängt. Im relativen Vergleich der Assetklassen sind Aktien noch immer moderat bewertet und böten in einem Umfeld höherer Inflationsraten, sollte die Liquiditätsflut entgegen der aktuellen Vorstellungskraft der Kapitalmärkte ein solches hervorbringen, mit hoher Wahrscheinlichkeit den besseren Schutz.

Nachdem in den letzten Wochen insbesondere in den USA ein möglicher Beginn des Ausstiegs der Notenbank aus der ultraexpansiven Geldpolitik diskutiert wurde und dies zwischenzeitlich zumindest eine Konsolidierung an den Aktienmärkten zur Folge hatte, legten die Notenbanken nun verbal nach und zerstreuten diese Sorgen. Damit scheint die monetär ohnehin nie unterbrochene Unterstützung der Kapitalmärkte nun auch rhetorisch wieder gegeben. Damit dürften auch die Aktienmärkte weiter ansteigen und unsere aktuellen Prognosen (DAX: 7.800; Euro Stoxx 50: 2.750 Punkte), zumindest temporär, deutlich überschreiten. Falls und sobald absehbar ist, dass die Rückkehr der wirtschaftlichen Dynamik deutlich über 2014 hinausführt, wovon wir in unserer Prognose ausgehen, haben die Aktienmärkte auch aus fundamentaler Sicht weiteres Anstiegspotenzial. Unsere Indexprognosen für 2014 werden wir nach Abschluss und unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der europäischen Berichtssaison Ende Mai erstellen.

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