Deutsche Konjunktur: März-Daten verbessert

Nachdem Umfragen zuletzt von einer Stimmungseintrübung berichtet haben, vermitteln die in dieser Woche veröffentlichten „harten“ Daten für den Monat März wieder ein etwas positiveres Bild. Die deutsche Industrie hat im März wieder deutlich mehr Aufträge verzeichnet als in den ersten beiden Monaten des Monaten des Jahres, und auch die Produktion hat im Vergleich zum Jahresanfang merklich zulegen können. Die heute gemeldeten Außenhandelsdaten lassen ebenfalls auf eine wirtschaftliche Belebung schließen.

Die Auftragseingänge in der Industrie sind im März saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 2,2 % angestiegen, nach einer gleich starken Verbesserung im Februar. Die Bestelltätigkeit wurde im März nach amtlichen Angaben allerdings durch einen deutlich überdurchschnittlichen Umfang an Großaufträgen gestützt. Die Bestellungen aus dem Ausland nahmen mit +2,7 % stärker zu als die Inlandsaufträge (+1,8 %). Kräftige Impulse erhielten vor allem die Hersteller von Vorleistungs- und Investitionsgütern. Damit liegen die Aufträge der Industrieunternehmen wieder ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres und deutlich höher als im letzten Herbst, der von einer Nachfrageschwäche vor allem im Inland gekennzeichnet war.

Die Produktion nahm im März gegenüber dem Vormonat um 1,2 % zu, nach einem Plus von 0,6 % im Februar. Impulse kamen im März von der Industrieproduktion, während die Produktion im Baugewerbe sich in Folge der außergewöhnlich kalten Witterung merklich abschwächte. Das Wachstum der Industrieproduktion basierte ebenfalls zu einem maßgeblichen Teil auf dem deutlichen Produktionsplus bei den Herstellern von Investitionsgütern (2,1 %).

Die Außenhandelsbilanz schließlich hat sich weiter verbessert, sie schloss im März 2013 mit einem Überschuss von 18,8 Milliarden Euro ab. Im März 2012 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz + 17,4 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber Februar 2013 um 0,5 % zu, die Einfuhren stiegen um 0,8 %.

Insgesamt vermitteln die in den letzten Tagen veröffentlichten „harten“ Konjunkturdaten ein freundlicheres Bild als die zuletzt veröffentlichten Umfrageindikatoren. Auch wenn die Schwächephase sicherlich noch nicht ganz überwunden ist, so dürfte sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum, für das in der kommenden Woche eine erste Schätzung veröffentlicht wird, im ersten Quartal 2013 wieder im positiven Terrain bewegt haben. Nach dem Minus von 0,6% im vierten Quartal 2012  erwarten wir eine Zuwachsrate von 0,1 bis 0,2% für den Jahresauftakt 2013. Im späteren Jahresverlauf dürfte sich die deutsche Konjunktur dann noch weiter festigen.

 

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