Einkaufsmanager-Indizes im Euro-Raum: Leichte Stimmungsaufhellung

Die Aussicht auf eine konjunkturelle Erholung im Euro-Raum hat im Mai leichten Auftrieb erhalten. Die Einschätzungen der Einkaufsmanager im Euro-Raum haben sich gegenüber April nach vorläufigen Angaben leicht verbessert. Der zusammenfassende „Composite-Index“ für den Euro-Raum stieg um 0,9 auf 47,7 Punkte, bewegt sich damit aber weiter im rezessiven Bereich unterhalb von 50 Indexpunkten. Die Schärfe des Rückgangs hat also in der privaten gewerblichen Wirtschaft etwas abgenommen. Die Stimmung in der Industrie und im Dienstleistungsbereich stieg gegenüber dem Vormonat leicht an. Beide Teilindizes verbleiben aber weiter unter der neutralen Marke von 50 Punkten.

Für das zweite Quartal ist nach der Stimmung der Einkaufsmanager im Währungsgebiet kaum mit einer Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Produktion zu rechnen, nachdem die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal schon geschrumpft war. Zu zögerlich sind immer noch die Entwicklungen der Auftragslage für die Industrie und das Neugeschäft bei Dienstleistungen nach der aktuellen Umfrage.

In Deutschland verbesserte sich der Composite-Index mit einem Anstieg von 49,2 auf 49,9 Punkte, er liegt damit nur knapp unter der Expansionsgrenze von 50 Indexpunkten. Sowohl der Dienstleistungsindex als auch der Index für die Industrie in Deutschland konnten leicht zulegen. Der Index für die Industrie bewegt sich mit 50,2 nicht mehr im rezessiven Bereich und signalisiert eine schwache Expansion der Produktion im Industriesektor. Der Dienstleistungsindex stieg um 0,7 Punkte auf ein Niveau von 49,8 Punkten. Insgesamt war die Verbesserung der Situation aber vor allem auf das Abarbeiten von bestehenden Aufträgen zurückzuführen, während die neuen Aufträge umfragegemäß erneut rückläufig waren.

In Frankreich verharrte die Stimmung der Einkaufsmanager auf einem unbefriedigenden Niveau. Zwar notiert der Gesamtindex leicht über den Werten, die noch im ersten Quartal gemessen worden waren, dennoch dürfte das Bruttoinlandsprodukt bei einem Niveau des Composite-Index von 44,3 (unverändert gegenüber im Vormonat) noch immer leicht rückläufig sein. Zumindest zeigen die Daten keine weitere Verschlechterung der Situation in der privaten gewerblichen Wirtschaft in Frankreich an. Dabei stagnierte der Index für den Dienstleistungsbereich, während sich die Industrie leicht verbessern konnte.

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