Private Haushalte stützen die deutsche Konjunktur

Dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres nicht in die Rezession gerutscht ist, ist allein der stabilen Kauflaune der privaten Haushalte zu verdanken. Das zeigen die heute vom Statistischen Bundesamt vorgelegten detaillierten Angaben zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Vierteljahr 2013. Der private Konsum legte preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Schlussquartal des letzten Jahres um immerhin 0,8 Prozent zu. Eine derartige Wachstumsdynamik bei den Ausgaben der privaten Haushalte war zuletzt im zweiten Quartal 2010 zu beobachten gewesen.

Analog zu den Konsumausgaben stieg auch die Verbraucherstimmung zuletzt weiter an. Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) fiel das Konsumklima im Mai 2013 so gut aus wie seit dem Jahr 2007 nicht mehr. Die Einzelindikatoren Konjunkturerwartungen, Einkommenserwartungen sowie Anschaffungsneigung konnten sich alle gegenüber ihrem ohnehin recht guten Vormonatswert nochmals leicht verbessern. Vor allem die Einkommenserwartungen sind vor dem Hintergrund der stabilen Lage auf dem Arbeitsmarkt und der Hoffnungen auf merkliche Tariferhöhungen, die wohl auch angesichts des Pilotabschlusses für die Metall- und Elektroindustrie in Bayern nicht ganz unbegründet sind, deutlich gestiegen.

Ein weiterer Grund für die steigenden Konsumausgaben der privaten Haushalte dürfte das anhaltend niedrige Zinsniveau sein, das bei den Konsumenten die Sparlaune vermiest. Stattdessen steigen die Anreize für die privaten Haushalte, höhere Konsumausgaben oder Investitionen ins Eigenheim durch ihr Erspartes oder sogar durch eine Kreditaufnahme zu finanzieren.

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