Marktpositionierung: US-Dollar als DER Liebling der Märkte

Während der Euro sich in den letzten Tagen wieder leicht erholen kann, sprechen die jüngsten Daten zur Markt-Positionierung eine andere Sprache. Die IMM-Daten zur spekulativen Marktpositionierung zeigen einen massiven Aufbau von EUR-USD-Short-Positionen (80.949 Kontrakte nach 46.921 in der Vorwoche). Im Einklang damit sind auch die aggregierten USD-Positionen (also diejenigen versus EUR, GBP, JPY, AUD, CHF und CAD) abermals angestiegen. Ihr Wert liegt mit 40,96 Mrd. USD jetzt so hoch wie nie zuvor, hat also sogar die extreme Positionierung vom Sommer 2012 (bisheriges Hoch: 39,58 Mrd. USD) überholt.

Dabei fällt auf, dass es sich um eine breit aufgestellte USD-Long-Position gegenüber allen hier erfassten Währungen handelt. Seit vergangene Woche sogar der AUD von long auf short gedreht hat, gibt es keine Währung mehr, gegenüber der der USD nicht bevorzugt würde. Eine solch einseitige USD-Konstellation hat es seit Beginn der Datenreihe erst zweimal gegeben: im März 2009 und im September 2000, allerdings auf deutlich geringeren Niveaus (7,76 Mrd. USD bzw. 8,05 Mrd. USD aggregierter Wert) – den umgekehrten Fall einer USD-Short-Position gegenüber allen Währungen hat es dagegen schon häufiger gegeben.

Noch eindeutiger kann der US-Dollar seine derzeitige Stellung als Liebling der Märkte wohl kaum unterstreichen. Dass sich alleine daraus, also ohne weitere fundamentale Impulse, keine unmittelbare Korrekturgefahr ableiten lässt, zeigt USD-JPY, wo die Yen-Short-Positionen seit Anfang Dezember durchschnittlich (!) 79.986 Kontrakte betragen. Den Yen hat dies aber nicht vor seinem Kursverfall bewahrt, sondern ihn bestenfalls gebremst.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 0

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *