DAX steigt 2014 auf 9.600 Punkte

Die weltwirtschaftliche Konjunkturentwicklung befindet sich auf dem Weg zurück zur Normalität. 2014 dürfte das Welt-BIP real um 3,8% zulegen – dies wäre das stärkste Wachstum seit 2007. Auch wenn das Wachstum zuletzt in einigen Ländern hinterfragt wurde und die Erstquartalszahlen nicht überzeugt haben, teilen wir nicht den vorherrschenden kurzfristigen Pessimismus.

Sobald die Notenbanken die expansive Geldpolitik drosseln, ist ein Ansprung der Renditen sehr wahrscheinlich. Auch die Aktienmärkte dürften kurzfristig fallen. Sobald den Anlegern aber klar geworden ist, dass die Wirtschaft trotzdem weiter wachsen wird, dürfte eine potenzielle Kursdelle zügig egalisiert werden. Politische Störungen im Hinblick auf die europäische Schuldenkrise sind vor der Bundestagswahl unwahrscheinlich, im 4. Quartal könnten aber wieder Diskussionen rund um Griechenland und Spanien belasten.

Trotz der bevorstehenden Zinswende und möglicher – aber nicht quantifizierbarer – politischer Eventrisiken wird das monetäre Umfeld in den nächsten Jahren weltweit expansiv bleiben. Auch leicht steigende Zinsen sind letztlich sogar positiv für die Unternehmen einzuschätzen, weil sie die Bestätigung für eine Normalisierung der Geldpolitik und ein Anziehen der Konjunktur liefern.

 

Wir gehen davon aus, dass die Gewinne der DAX-Konzerne wegen der Beschleunigung des konjunkturellen Wachstums 2014 von aktuell 693 auf 780 Punkte ansteigen werden. Der DAX sollte bis Mitte 2014 diesen Gewinnanstieg eins zu eins nachvollziehen und auf 9.600 Punkte steigen. Die Bewertungssituation auf Basis KGV würde sich c.p. nicht ändern. Korrekturen und Rücksetzer im Jahresverlauf sollten dementsprechend zum Kauf genutzt werden. Bis zum Jahresultimo 2013 ist ein Anstieg auf 8.600 Punkte realistisch.

Im großen Bild gilt: Anleihen sind äußerst hoch bewertet, Aktien noch relativ günstig. Weltweit sind Asset Manager in Aktien unter- und in Bonds übergewichtet und dürften in den kommenden Jahren weiter in Aktien umschichten. Kommt der Bondmarkt stärker in die Bredouille, könnte sich der Umschichtungsprozess in Aktien nach einer ersten Unruhephase langfristig sogar beschleunigen.

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