Spekulationen um Fed-Exit und heimische Probleme machen EM-Währungen zu schaffen

Weltweit haben die Notenbanken in den vergangenen Jahren die Märkte mit massiver Liquidität geflutet. Dies hat den Appetit der internationalen Investoren nach vergleichsweise höherverzinslichen Assets angeregt. Bei den Devisenmärkten profitierten hiervon neben den klassischen Hochzinswährungen auch zahlreiche Emerging Markets Währungen. In den letzten Wochen zeichnet sich ein Stimmungswechsel ab. Je mehr sich die Markterwartungen festigen, dass der geldpolitische Exit der Fed näher rückt und damit der Zufluss an immer neuer Zentralbankliquidität abzunehmen droht, desto mehr stehen die lange Zeit so beliebten Hochzins- und Emerging Markets Währungen unter Abgabedruck. Anders als in den Monaten davor, wird nun nicht mehr nur auf die Rendite geachtet. Vielmehr widerfährt ihnen in Zeiten wieder erhöhter Risikoaversion das gleiche Schicksal wie den Niedrigzinswährungen zu Zeiten verstärkter Risikofreude: ihre fundamentalen Schwachstellen rücken in den Fokus und verstärken die eingeschlagene Richtung. Wenngleich der derzeit zu beobachtende Ausverkauf bei den Emerging Markets Währungen durchaus zunächst noch weitergehen dürfe, so sollte er nach unserer Einschätzung nicht von Dauer sein. So dürfte sich doch der für Herbst erwartete Einstieg der Fed in den Exit erst als Anfang erweisen, bei dem bei Weitem noch nicht alle Überschussliquidität abgeschöpft wird.

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