Richtungswechsel in der US-Geldpolitik zeichnet sich ab – doch wann?

Die Vereinigten Staaten scheinen langsam, aber sicher dem Gröbsten der seit 2007 grassierenden Dauerkrise zu entkommen. Eine anziehende gesamtwirtschaftliche Nachfrage, gekoppelt an stärkere Zahlen vom Arbeitsmarkt, hat jüngst bei den US-Treasuries für einen spürbaren Renditeauftrieb gesorgt, der auch für eine gleichgerichtete Entwicklung hierzulande Mitverantwortung trägt. Die durchaus positiven Nachrichten aus Übersee scheinen die Marktteilnehmer nervös zu machen. Offensichtlich wird eine positive Datenlage mit einem schnelleren Rückzug der Federal Reserve aus ihrer ultralockeren Geldpolitik gleichgesetzt. Gute Zahlen sind demnach schlechte Nachrichten, schlechte Zahlen gute Nachrichten: verkehrte Welt. Der US-Notenbankrat kommt in dieser Woche zu einer weiteren turnusmäßigen Sitzung zusammen. Der Leitzins in Höhe von 0% bis 0,25% dürfte kaum zur Debatte stehen und voraussichtlich bis Ende 2014 unverändert bleiben. Kontroverser wird wohl die Diskussion um die Anleihenankaufpolitik innerhalb des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) verlaufen. Die Fed bereitet sich immer stärker auf einen Richtungswechsel vor; unseres Erachtens besteht allein hinsichtlich des Zeitpunktes, wann die Ankäufe reduziert werden, Diskussionsbedarf.

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