US-Notenbank legt Fahrplan für den Ausstieg vor

Wie allgemein erwartet ließ der geldpolitische Ausschuss der Fed den Leitzins weiterhin in der Spanne zwischen 0 und 0,25%. Der Tenor der jüngsten FOMC-Sitzung und der anschließenden Pressekonferenz deutet jedoch ein Ende der Anleihekäufe an, sofern sich die Konjunktur wie erwartet weiter verbessert. Insgesamt schätzt die Fed die Abwärtsrisiken sowohl für die konjunkturelle Entwicklung als auch für die Entwicklung am Arbeitsmarkt als verringert ein. Setzt sich diese Entwicklung fort, wird laut Bernanke das Ende der Anleihekäufe Mitte 2014 erreicht sein.

Die Renditen der zehnjährigen US-Treasuries haben in Reaktion auf diese Aussagen erneut nach oben tendiert, während die Aktienindizes Verluste verzeichnet haben und der US-Dollar an Wert gewonnen hat.

Im Großen und Ganzen hat die Notenbank unsere Meinung bestätigt, dass die Fed ihre Anleihekäufe im Herbst schrittweise zurückfahren wird. Wir gehen davon aus, dass die Notenbank mit Veröffentlichung der neuen Projektionen im September den „Einstieg in den Ausstieg“ bekannt geben wird. Damit könnten dann im Oktober die Käufe von Anleihen reduziert werden. Darüber hinaus können wir uns vorstellen, dass in Anbetracht einer momentan kräftigen Erholung am Immobilienmarkt und einer möglichen Überhitzungsgefahr im September zunächst nur die Käufe von MBS zurückgefahren werden und die Käufe von Staatsanleihen später reduziert werden. Hier könnte eine Ankündigung im Dezember mit den dann neuen Projektionen erfolgen.

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