Ifo-Geschäftsklima stabil trotz Flut

Nach dem deutlichen Plus im Mai hat sich der ifo Geschäftsklimaindex im Juni weiter verbessert, wenn auch nur minimal. Das wichtige Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft stieg auf 105,9 Punkte, nach einem Stand von 105,7 im Mai.

Dabei überraschen die Unternehmen vor allem mit einer recht stabilen Einschätzung ihrer laufenden Geschäftsentwicklung. Die aktuelle Lage wird trotz der erheblichen Belastungen durch das Hochwasser in Teilen Deutschlands gegenüber dem Vormonat nur wenig schlechter eingeschätzt. Der Geschäftslageindex sank von 110,0 Punkten auf 109,4 Punkte, wir hatten mit einer etwas stärkeren Beeinträchtigung gerechnet. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen für die nächsten sechs Monate haben sich sogar von 101,6 auf 102,5 Punkte verbessert, vor allem aufgrund besserer Exportaussichten.

Dass sich die Lageeinschätzung auf ihrem recht guten Niveau halten kann, deutet darauf hin, dass die konjunkturellen Schäden durch das Hochwasser nicht so gravierend ausfallen wie vielfach befürchtet. Im dritten Quartal dürften sogar per saldo positive Impulse durch Reparatur- und Wiederaufbauinvestitionen zu Buche stehen.

Insgesamt ist die Stabilität des Geschäftsklimas als positives Signal für die deutsche Konjunktur zu werten. Das Wachstum dürfte sich im zweiten Quartal nach dem schwachen Jahresauftakt merklich beschleunigt haben, und die positiven Erwartungen der Unternehmen lassen auf eine günstige Fortsetzung in Q3 schließen.

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