Wie man es macht, ist es nichts …

Zu Anfang des Jahres sparten die Schwellenländer nicht mit Vorwürfen gegenüber den Industriestaaten (allen voran den USA), dass diese mit ihrer Nullzinspolitik und der Flutung der Märkte mit Zentralbankgeld hauptsächlich dafür verantwortlich sind, dass die EM-Währungen massiv aufwerten und sich damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schwellenländer spürbar verschlechtert. Ein halbes Jahr später hat sich das Bild komplett gewandelt. Machen doch dieser Tage den Emerging Markets in erster Linie der Kapitalabzug und damit verbunden die ausgeprägte Schwäche ihrer Währungen zu schaffen. Dass wir nun ein neues Kapitel aufgeschlagen haben, in dem einige EM-Notenbanken Devisenmarktinterventionen zur Stärkung ihrer Währung nicht nur in Aussicht gestellt haben, sondern bereits aktiv geworden sind, haben wir der Fed zu verdanken. Was lernen wir daraus? Wirklich recht machen kann es die Fed den Schwellenländern nicht. Dasselbe Schicksal könnte in der kommenden Woche auch der polnischen Notenbank widerfahren. Senkt sie die Leitzinsen zur Stützung der Konjunktur ein weiteres Mal, dürfte dies bei internationalen Investoren auf Unmut stoßen. Unterlässt sie es, wäre es nicht verwunderlich, wenn der Druck von politischer Seite, die dortige Wirtschaft zu unterstützen, wieder zunimmt.

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