Konsumenten sind bester Laune

Die Stimmung der privaten Haushalte in Deutschland ist aktuell so gut wie schon lange nicht mehr. Das von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) errechnete Konsumklima stieg Ende Juli auf den höchsten Wert seit September 2007. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartungen als auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher verbesserten sich gegenüber der Umfrage vom Juni.

Ebenso wie der ifo Geschäftsklimaindex der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland sind die Konjunkturerwartungen der privaten Haushalte zum dritten Mal in Folge gestiegen. Die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt und deutliche Tariflohnerhöhungen sorgten auch für spürbar gestiegene Einkommenserwartungen. Angesichts einer moderaten Inflationsrate von 1,8 Prozent stärken die Lohnerhöhungen die Kaufkraft der Arbeitnehmer. Die Einkommenserwartungen der Verbraucher haben sich bereits vier Mal hintereinander verbessern können. Damit ist ihr derzeitiges Niveau so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Die positive Entwicklung bei den Einkommens- und Konjunkturerwartungen drückt sich auch in der Anschaffungsneigung der Konsumenten aus, die den höchsten Wert seit 18 Monaten erreicht hat. Auch das niedrige Zinsniveau sorgt dafür, dass die Sparneigung der Verbraucher vergleichsweise gering ausfällt. Die privaten Haushalte halten dementsprechend den derzeitigen Augenblick für günstig, größere Anschaffungen zu tätigen. Davon profitieren die deutschen Einzelhändler, deren Stimmung sich im Juli ebenfalls merklich verbessert hat. Der private Konsum erweist sich auch in diesem Jahr als ein stabiler Anker für die deutsche Wirtschaft.

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