US-Wirtschaft: Keine schnellen Leitzinserhöhungen

Am Rentenmarkt der Vereinigten Staaten liefern sich Anleihekäufe der US-Notenbank und zunehmender Konjunkturoptimismus einen Schlagabtausch. Das Renditeniveau für US-Treasuries übersteigt im Zehnjahresbereich mit 2,85% zumindest wieder nennenswert die laufende Teuerungsrate. Verglichen hiermit fällt hierzulande das Vergleichsniveau von knapp 1,90% für Bunds bescheiden aus. Die Vertreter der Fed sind weiterhin bestrebt, die Befürchtungen einer schnellen und durchgreifenden Zinswende zu zerstreuen. Die Bedeutung der US-Konjunkturindikatoren für die Entwicklung der Rentenmärkte auch hierzulande wird, nach vorn blickend, im Zeitablauf wohl weiter zunehmen. So wird der Fokus der Marktteilnehmer in den kommenden Wochen unserer Erwartung nach noch mehr als üblich speziell auf die US-Arbeitsmarktdaten gerichtet sein. Insgesamt dürfte sich unser Bild einer fortgesetzten Erholung der US-Wirtschaft mit einer anhaltenden leichten Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt bestätigen. Wir halten an unserer Erwartung fest, dass die Fed in diesem Herbst – wahrscheinlich im September – damit beginnen wird, ihre Anleihekäufe sukzessive zurückzuführen, ohne dass dies aber massivere Verwerfungen an den Märkten auslösen sollte. Die US-Renditen sollten nach ihrem spürbaren Anstieg zuletzt in den kommenden Monaten zunächst etwas nachgeben. Beschleunigt sich die realwirtschaftliche Erholung Anfang des kommenden Jahres, rechnen wir mit dann wieder leicht steigenden Renditen.

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