Stimmungsaufhellung der Einkaufsmanager im Euro-Raum setzt sich fort, Frankreich schwächelt

Die Perspektiven für die Konjunktur im Euro-Raum haben sich im August weiter gefestigt, denn die Einkaufsmanager im Euro-Raum geben sich nach vorläufigen Angaben erneut optimistischer. Der Composite-Index für den Euro-Raum stieg von 50,4 auf 51,7 Indexpunkte und verbleibt damit den zweiten Monat in Folge über der neutralen Marke von 50 Punkten. Damit dürfte die private gewerbliche Wirtschaft im Euro-Raum auch im zweiten Monat des dritten Quartals weiter expandieren. Die Rezession im gesamten Währungsgebiet scheint damit beendet. Der Optimismus nahm sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungsbereich deutlich zu. Beide Indizes liegen nun im Expansionsbereich.

In Deutschland verbesserte sich der Composite-Index um 1,3 Punkte auf 53,4 Indexpunkte. Der Dienstleistungsindex und der Index für die Industrie legten zu und bewegen sich oberhalb der Expansionsmarke von 50 Indexpunkten. Mit den Werten vom August hat die private gewerbliche Wirtschaft zur Mitte des dritten Quartals weiter zugelegt und stützt die Fortsetzung der aufwärtsgerichteten konjunkturellen Entwicklung.

In Frankreich hat sich die Lage nach der Bewertung der Einkaufsmanager wieder etwas eingetrübt. Der Gesamtindex sank von 49,1 auf 47,9 Punkte. Damit beschleunigte sich der Rückgang der Aktivität wieder. Dennoch ist nach Maßgabe des Einkaufsmanagerindex der Rückgang nicht mehr so scharf wie in den ersten Monaten des Jahres. So lag der Index im Januar noch bei etwas mehr als 43 Zählern. Ein kleiner Lichtblick ist die Auftragslage in der Industrie, die von den befragten Personen etwas besser angegeben wurde. Dies reichte aber nicht aus, um den Index für die Industrie steigen zulassen. Zusammengenommen scheint es schwierig für die französische Volkswirtschaft, ihre konjunkturelle Schwäche nachhaltig zu überwinden.

Insgesamt zeigen die heutigen Daten, dass die Konjunktur in Deutschland stabil ist und sich im gesamten Währungsgebiet zur Mitte des dritten Quartals weiter erholt. Damit ist der Ausblick für die private Wirtschaft des Euro-Raums insgesamt stabil, auch wenn in Frankreich als zweitgrößter Volkswirtschaft noch nicht alles rund läuft. Zu groß waren die Verwerfungen der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum, als dass der wirtschaftliche Aufschwung nun nahtlos verläuft. Kleine Rückschläge sind weiterhin nicht auszuschließen.

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