Kein neuer Krisenherd, aber am Devisenmarkt für erneute Verunsicherung gut

An den Devisenmärkten ist vom „Ende der Krisen“, das mit der Wende in der US-Geldpolitik eingeleitet werden sollte, derzeit kaum noch etwas zu spüren. Erkennbar ist dies insbesondere bei den Schwellenländerwährungen. War es in den letzten Wochen vorwiegend die mit dem bevorstehenden Fed-Tapering verbundene Unsicherheit, die beispielsweise der Türkischen Lira, dem Südafrikanischen Rand und der Indischen Rupie zugesetzt hat, wurde die Gemengelage in der vergangenen Woche durch den sich zuspitzenden Syrien-Konflikt verschärft. Profitieren konnten hingegen – mal wieder – die sicheren Häfen Schweizer Franken und Yen. Zudem gab der höhere Ölpreis den Rohstoffwährungen Auftrieb. Ein zeitnahes militärisches Eingreifen scheint immer wahrscheinlicher. Unwahrscheinlich ist hingegen, dass damit der Konflikt in Syrien rasch beigelegt werden kann. Schließlich geht es bei dem militärischen Vorhaben nicht darum, den Bürgerkrieg zu beenden. Vielmehr gilt der Eingriff als Reaktion auf den Giftgaseinsatz der Regierungstruppen gegen die eigene Bevölkerung. Ein neuer Krisenherd ist das Land zwar nicht. Die Sorge um einen Flächenbrand in der Region hat damit jedoch zugenommen. Bis auf weiteres sollte der Konflikt in Syrien in den Medien und damit auch als Unsicherheitsfaktor an den Devisenmärkten präsent bleiben. Der Euro dürfte sich neben den Schwellenländerwährungen in diesem Umfeld weiter von seiner schwächeren Seite zeigen.

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