US-Dollar weiterhin die bedeutendste Währung der Welt

Der tägliche Umsatz an den internationalen Devisenmärkten ist nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in den letzten drei Jahren erneut deutlich angewachsen und erreichte im April dieses Jahres gut 5,3 Bio. US-Dollar. Im Jahr 2010 waren es noch 4 Bio. US-Dollar. Dabei dominieren die Währungen der großen Industrienationen (US-Dollar, Euro, japanischer Yen, britisches Pfund) weiterhin das Geschehen an den Devisenmärkten. Daran konnten weder diverse Krisen noch historisch niedrige Zinsen in diesen Ländern etwas ändern. Auffällig ist vor allem der deutliche Rückgang des Euro-Anteils an den Devisengeschäften – hier scheint die Staatsschuldenkrise durchaus Spuren hinterlassen zu haben. An Bedeutung gewinnen konnte hingegen die Gruppe der Schwellenländerwährungen, was auch deren gestiegenes Gewicht an der weltwirtschaftlichen Gesamtleistung widerspiegeln sollte. Der Devisenhandel konzentriert sich dabei zunehmend auf Großbritannien und die USA mit Marktanteilen von 41% und 19%. Insgesamt werden 75% aller Geschäfte über die fünf wichtigsten Handelsplätze der Welt abgewickelt, womit die Konzentration an den Devisenmärkten verglichen mit 2010 zugenommen hat.

Die mit Abstand umsatzstärkste Währung bleibt der US-Dollar. Dem Bericht der BIZ zufolge war die US-amerikanische Währung im Referenzmonat April 2013 an 87% aller Geschäfte an den Devisenmärkten (auf der einen oder anderen Seite) beteiligt. Die Beliebtheit des US-Dollar dürfte sich in den nächsten Wochen auch im Wechselkurs niederschlagen, rechnen wir doch angesichts der Wende in der Ausrichtung der US-Geldpolitik und des dortigen Konjunkturaufschwung mit einer Aufwertung des Greenback auf breiter Front.

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