ifo-Geschäftsklima im September liefert gemischtes Bild

Die deutschen Unternehmen blicken gemäß der aktuellen Umfrage des ifo-Instituts etwas zuversichtlicher auf ihre Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten, aber sie äußern sich nicht mehr ganz so zufrieden über ihre aktuelle Lage. Damit zeigt das ifo-Geschäftsklima für den September per Saldo nur noch eine minimale Verbesserung, immerhin bedeutet das aber seinen fünften Anstieg in Folge.

Erfreulich ist die Verbesserung der Geschäftserwartungen, die sich in den letzten Monaten nur etwas zögerlich entwickelt hatten. Hier dürfte besonders die Aussicht auf eine weitere Stabilisierung der Wirtschaftslage im Euro-Raum für Erleichterung gesorgt haben. Auch die in den letzten Wochen wieder verbesserten Wirtschaftsdaten aus China dürften die Zuversicht der exportorientierten Unternehmen vor allem im Industriebereich stärken.

Insgesamt fällt das Geschäftsklima für den September aber doch etwas enttäuschend aus, denn der leichte Dämpfer bei der Einschätzung der aktuellen Geschäftslage kommt recht überraschend. Hier könnten sich die Sorgen um eine Eskalation des Syrien-Konflikts von Anfang September, die sich ja vorübergehend auch in einem Anziehen des Ölpreises und einer schwächeren Aktienbörse niedergeschlagen hatten, noch negativ auf die Stimmung in den Chefetagen ausgewirkt haben. In den kommenden Wochen dürfte dann vor allem der Fortgang der Regierungsbildung in Berlin eine bestimmende Rolle für das Geschäftsklima in Deutschland spielen.

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