EZB verschließt sich dem Handlungsdruck – Auch die Oktober-Pressekonferenz bringt keine neuen Erkenntnisse

Der EZB-Rat hat nach seinem jüngsten Zusammentreffen weiterhin die Bereitschaft erkennen lassen, gegen unerwünschte geldpolitische Straffungstendenzen aufgrund eines sich zurückbildenden Liquiditätsüberschusses vorzugehen. Allerdings hat er einmal mehr keine konkreten Maßnahmen angekündigt.

Wir bleiben bei unserer Erwartung, dass die Währungshüter zu gegebener Zeit erneut tätig werden, um der Euro-Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Nicht umsonst thematisiert EZB-Chef Draghi, nicht nur auf seiner heutigen turnus¬gemäßen Pressekonferenz, wiederholt die Möglichkeit eines neuerlichen Langfristtenders. Auch eine weitere Leitzinssenkung halten wir für möglich. So könnte der EZB-Rat abwarten, bis die US-Notenbank damit beginnt, ihre krisenbedingten Anleihekäufe zu reduzieren. In einem solchen Umfeld scheint es besonders wichtig, dass die EZB den Finanzmarktakteuren verdeutlicht, dass sie einen anderen geldpolitischen Kurs einschlägt als die US-Währungshüter.

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