US-Arbeitslosenquote weiter gesunken, Stellenaufbau verlangsamt

Die Erholung des US-Arbeitsmarktes wurde bereits im September durch die sich abzeichnende Eskalation im Haushaltsstreit belastet. Laut den heute verspätet veröffentlichten offiziellen Arbeitsmarktdaten sind außerhalb der Landwirtschaft im letzten Monat nur 148.000 neue Stellen geschaffen worden. Mit der Revision der Daten für die beiden vorangegangenen Monate wurde für den August zwar ein höherer Stellenaufbau bekannt gegeben als zunächst gemeldet. Andererseits wurden die Juli-Daten herabrevidiert und es entstanden so wenige neue Arbeitsplätze wie zuletzt im Juni 2012. Die gute Nachricht des heutigen Berichts: Trotz des vergleichsweise schwachen Stellenaufbaus sank im September die Arbeitslosenquote den dritten Monat in Folge. Seit Jahresbeginn ist die Quote von 7,9 auf 7,2 Prozent gesunken.

Insgesamt hinkt die Erholung am Arbeitsmarkt weiter hinter früheren Erholungsphasen hinterher. So wurden im dritten Quartal monatlich im Durchschnitt nur 143.000 neue Stellen geschaffen, nach rund 180.000 Stellen in den vorangegangenen zwölf Monaten. Darüber hinaus hat sich der Ausblick für den Arbeitsmarkt durch den weiter schwelenden Haushaltsstreit eingetrübt. Wir rechnen im Oktober und im November nur mit einem schwachen Stellenaufbau, so dass sich die wirtschaftliche Erholung verzögern dürfte. Die Arbeitslosenquote dürfte wieder etwas ansteigen und im laufenden Quartal auf 7,5 Prozent klettern. Der Dienstleistungssektor dürfte zwar auch weiterhin der wesentliche Motor beim Stellenaufbau bleiben. Umfragen zufolge hatte sich jedoch schon im September die Bereitschaft der Unternehmer zu Neu-Einstellungen sichtbar eingetrübt. Auslöser dafür war allein der drohende Stillstand der Bundesverwaltung . Durch die dann eingetretene Eskalation dürfte sich im Oktober die Stimmung noch deutlich stärker verschlechtert haben. Dementsprechend schwach sollte der Stellenaufbau im Schlussquartal ausfallen. Dies könnte nicht zuletzt auch die Entscheidung der amerikanischen Notenbank über ihren weiteren geldpolitischen Kurs beeinflussen.

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