Konjunktur im Euroraum im Leerlauf

Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum ist im dritten Quartal 2013 mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent schwächer gewachsen als im Vorquartal. Ein Rückfall in die Rezession konnte aber vermieden werden. Positiv ist zu vermelden, dass mit der Ausnahme von Frankreich, Italien und Zypern in allen Mitgliedsländern positive Quartalszuwächse zu verzeichnen waren.

Die deutsche Konjunktur bleibt im dritten Quartal auf ihrem stabilen Erholungspfad. Die heimische Wirtschaftsleistung ist zwischen Juli und September gegenüber dem zweiten Quartal 2013 um 0,3 Prozent angestiegen, nach einer kräftigen Zuwachsrate von 0,7 Prozent im Vorquartal. Im Vorjahresvergleich hat sich die Wachstumsdynamik leicht beschleunigt: Nach einer Jahresrate von +0,5 Prozent im Vorquartal beläuft sich der Zuwachs auf Jahresbasis im dritten Quartal auf 0,6 Prozent (kalenderbereinigte Daten).

Dagegen verharrt die italienische Volkswirtschaft seit neun Quartalen in der Rezession, und mit Frankreich kommt ein weiteres volkswirtschaftliches Schwergewicht des Währungsgebiets nicht in Schwung. Beide Länder verhindern somit eine stärkere konjunkturelle Dynamik. Zudem haben beide Länder mit einer noch immer steigenden Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Für eine stärkere Belebung der schwachen Wirtschaftsentwicklung müssen weitere Strukturreformen zügig und mutig angegangen werden.

Erfreulich ist dagegen, dass Spanien die Rezession hinter sich lassen konnte und in Portugal das Bruttoinlandsprodukt sogar das zweite Quartal in Folge stieg.

Dennoch bleibt die Wachstumsdynamik des Währungsgebiets schwach. Mit dem Zuwachs von nur 0,1 Prozent konnte die Wirtschaftsleistung nur geringfügig gesteigert werden. Insgesamt befindet sich die Konjunktur noch fast im Leerlauf. Frühindikatoren deuten auf eine Fortsetzung der graduellen Erholung hin, jedoch ist sie noch fragil und nicht mit Aufholprozessen nach vergangenen Rezessionen zu vergleichen. Zu groß sind die Altlasten aus Arbeitslosigkeit, Schuldenlast und strukturellem Reformbedarf, die auf der Konjunktur lasten.

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