Einkaufsmanager (PMI): Die Schere geht wieder auf

Die Erstveröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes (PMI) für Frankreich und Deutschland, die größten Volkswirtschaften der Eurozone, sowie für die gesamte Eurozone, zeigen sowohl Licht als auch Schatten. Den Schatten wirft die französische Wirtschaft, hier drehten die Indizes für den Dienstleistungssektor und die Gesamtwirtschaft („Composite Index“) deutlich in den kontraktiven Bereich. Die Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe, welche die Situation schon in den letzten Monaten als schlecht einschätzten, sehen im November gar eine weitere Verschlechterung der Lage. Augenscheinlich macht den französischen Unternehmen ein starker Wettbewerbsdruck bei steigenden Einkaufspreisen zu schaffen. So stiegen letztere, während die Absatzpreise erneut zurückgingen. Dementsprechend reduzierten die Unternehmen weitere Stellen. Bei der prekären Lage des französischen Arbeitsmarktes lässt dies auf eine weitere Eintrübung der Wirtschaftsaussichten schließen.

Der Composite Index für die Eurozone gab leicht nach, dies ist auf eine schlechtere Stimmung im Dienstleistungssektor zurückzuführen. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe gewinnt leicht und befindet sich, genau wie der Index für den Dienstleistungssektor, weiterhin im expansiven Bereich. Positiv zu vermerken ist, dass die Unternehmen in den anderen großen Volkswirtschaften der Eurozone den vierten Anstieg der Produktion und der Auftragseingänge in Folge berichteten.

Die Umfragen für die deutsche Wirtschaft wirken hingegen fast makellos. Sowohl der Dienstleistungssektor als auch das verarbeitende Gewerbe konnten ihre Aktivitäten weiter steigern. Die Einkaufsmanager sehen die Situation im verarbeitenden Gewerbe sogar auf dem höchsten Level seit Juni 2011. Auch die Auftragseingänge entwickeln sich weiterhin robust. Damit bestätigt sich unsere positive Einschätzung für die deutsche Konjunktur im Jahr 2014. Als problematisch empfinden die Unternehmen die schwache Nachfrage aus der Eurozone, welche die immer noch fragile Konjunktur widerspiegelt.

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