Einige Führungsmitglieder der Bank of Japan fordern weitere geldpolitische Impulse

Mit der Veröffentlichung des Protokolls zur Oktobersitzung des geldpolitischen Rates der Bank of Japan haben die Spekulationen über zusätzliche Maßnahmen der Zentralbank neue Nahrung erhalten. So fordern mittlerweile drei der neun Mitglieder des Entscheidungsgremiums eine weitere geldpolitische Expansion. Die Federführerin dieser Minderheit, BoJ-Ratsmitglied Shirai, erachtet das Tempo, mit dem sich die Inflationrate gegenwärtig dem Inflationsziel von 2% annähert, als nicht befriedigend. Ihren Aussagen zufolge sollte eine Ausweitung der Staatsanleiheankäufe der BoJ die Teuerungsrate wieder zurück auf den gewünschten Kurs bringen.

Das Währungspaar Euro-Yen nahm dies dankbar zur Kenntnis und kletterte mit rund 139 Yen auf den höchsten Stand seit Juni 2009. Die Entwicklung verdeutlicht, dass die japanische Zentralbank sehr wohl in der Lage ist, den Yen nennenswert zu schwächen. Fraglich ist dabei, inwieweit die verbalen Attacken auf die Währung Nippons einen nachhaltigen Effekt haben werden. Ohne zusätzliche geldpolitische Impulse könnte sich die aktuelle Schwächephase des Yen schnell als Strohfeuer erweisen. Einen Einblick in den momentan herrschenden Preisdruck dürften die in der kommenden Woche anstehenden Inflationsdaten liefern.

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