Tschechische Krone: Dreiparteienkoalition auf den Weg gebracht

Nach Monaten politischer Krise und Hängepartie zeichnet sich in Tschechien eine neue Regierungskoalition unter Führung des Sozialdemokraten Sobotka ab. So wird dieser rund zwei Monate nach der Parlamentswahl mit den Worten „es ist definitiv vollbracht“ zitiert. Der Mitte-links-Koalition sollen neben den Sozialdemokraten die Protestbewegung ANO sowie die Christdemokraten angehören. Beim Streitpunkt Steuerpolitik einigten sich die Beteiligten Medienberichten zufolge darauf, keine höheren Abgaben von Unternehmen und Besserverdienern zu erheben. Nähere Informationen werden für die kommenden Tage erwartet. Bereits Ende Dezember könnte der designierte Regierungschef Sobotka dem Staatspräsidenten Zeman seine neue Regierungsmannschaft vorstellen.

Keine neue Entwicklung dürfte sich unterdessen bei der tschechischen Notenbank abzeichnen, wenn die Mitglieder des geldpolitischen Entscheidungsgremiums am kommenden Dienstag – erstmals nach der Anfang November unerwartet eingezogenen Wechselkursuntergrenze von 27,00 CZK – wieder zusammenfinden. Bislang dürften die Zentralbanker diesen Schritt als Erfolg verbuchen, hat sich das Währungspaar Euro-Krone doch in den letzten Tagen knapp unterhalb der Marke von 27,50 CZK stabilisiert. In diesem Bereich sollte sich die Tschechische Krone angesichts der Ermangelung an neuen Impulsen auch in der kommenden Woche weiter bewegen.

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